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ticket to the moon

Am zweiten Tag meines Graubündenden-Trips wollte ich das Pauschalangebot vom Hotel inklusive Bändlipass so gut wie möglich nutzen und entschied mich für die Bändlitour Schwarz. Da ist so ziemlich alles dabei wenn man denn zeitlich durchkommen sollte. Die Route hat sich seit dem neuen Flowtrail in Arosa geändert. Man gelangt jetzt via Weisshorn nach Tschiertschen und nicht mehr übers Hörndli. Da ich aber noch ein altes Topo hatte, fuhr ich die alte Version. 

Scalottas-Lift
Scalottas-Lift

Die Fahrt startete morgens in Parpan gleich vor dem Hotel. Es ging auf einem flotten Singletrail runter nach Churwalden auf die 1. Gondel. Der Nebel hing noch in den Wipfeln, doch die Verhältnisse sollten sich glücklicherweise noch bessern. Oben auf der Alp Stätz angekommen konnte man zuerst auf einer Kiesstrasse und später auf einem fätzigen Weg durch den Wald die Räder rollen lassen. Via Heidsee unten im Dorf musste ich rüber pedalieren bis zum 2. Lift, der mich durch den Nebel auf den 2321m hohen Piz Scalottas schweben liess. Die Mungge begrüssten mich mit ihren pfiffen und ich cruiste über einen bisschen ruppigeren Trail, beim Örtchen Sporz, wieder runter in die Heid. 

Einfach herrlich auf dem Scalottas
Einfach herrlich auf dem Scalottas

Weiter gings rüber auf die andere Talseite, mit der 3. Gondel aufs Parpaner Rothorn auf 2861m. Der Ausgangspunkt von den wahrscheinlich 2 schönsten Touren in der Heid. Zum einen sicherlich die Welschtobel-Tour, die ich letztes Jahr gefahren bin und ein wahres Saisonhighlight war, und der Alpseelitrail der mir soeben bevorstand. Der Start ist eine sehr natürlich gehaltene, aber künstlich angelegte Piste durch eine alpine Mondlandschaft. Nach dem Mond-Teil weiter durch die Gallerie bis zum Gredigs Fürggli. Hier biegt die Tour nun rechts ab durchs Schafälpli Tal runter nach Arosa, resp. zur Talstation vom Hörnli Express. Dieser bringt einen wieder bequem auf das Hörnli. 

Mondlandschaft über Arosa
Mondlandschaft über Arosa
Runter zum Schafälpli
Runter zum Schafälpli

Nach dem Älplisee kommt ein ein listiger, verblockter Trail der mich kurz in die horizontale zwang. Zum Glück nahm ich keinen Schaden und so ging die Tour nach dem 4. Lift vom Hörndli aus Richtung Tschiertschen. Oberhalb Tschiertschen ab durch den Wald auf einem witzigen, aber leider auch durch umgefallene Bäume oft nicht fahrbaren, Trail bis nach Passug. Passug liegt kurz vor Chur, wo ich das 5. Bändli aufs Brambrüesch nehmen werde.

Runter nach Tschiertschen
Runter nach Tschiertschen

Nach einem kurzem Gespräch mit der Bändlifrau flog ich in einer doch sehr alten Mini-Gondel auf Brambrüesch... kaum oben angekommen beeilte ich mich fürs runterkommen, da ich ja in Churwalden noch die letzte, und somit 6. Gondel wieder auf die Alp Stätz erwischen wollte. Ich hatte nämlich keine Lust am Ende der Tour noch nach Parpan auf der Strasse hoch zu fahren. Der Trail den ich erwischte war leider keine Wahnsinns-Sache. Hauptsächlich auf Forststrassen gings runter nach Churwalden, wo ich 3 Minuten vor Betriebsschluss noch gerade in die Gondel rein-hüpfen konnte, die mich sechs Stunden zuvor schon einmal hochgetragen hatte. Bis nach Parpan genoss ich  den 616er Trail ins Hotel. Es war ein äusserst cooler Trail und ein mehr als würdiger Abschluss für die grandiose Bändlitour. Total gings 4800 Tiefenmeter runter :-)

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